Turchi, Alessandro
Turchi, Alessandro (1590-1649)

Ariadne und Bacchus
o.J.
Öl a. Leinwand
Eremitage, St. Petersburg
Bacchus, der Sohn des Zeus und der Semele, wurde als Sterblicher geboren, wandelte sich dann aber in eine Gottheit und durchzog alle Länder der Erde, um als Gott anerkannt zu werden. Auf seinem Zug fand er auf der Insel Naxos im Ägäischen Meer die von Theseus verlassene Ariadne, Tochter des Königs Minos von Kreta. Er tröstete sie und machte sie zu seiner Gemahlin. Bei der Hochzeit warf der Gott im Jubel seine Krone an den Himmel, um die geliebte damit zu krönen (Sternbild der Corona Borealis).
Der Cupido spannt bereits den Bogen, um das Herz der verzweifelten Ariadne für Bacchus zu öffnen. Während Venus ihr bereits vorausschauend die Sternenkrone aufsetzt, bekommt der wie meist betrunkene Silen von alledem nichts mit. Die Sonne ist ja auch schon längst untergegangen.